Wer sich heute in ein AdWords Konto einlogged wird von der Meldung erwartet, dass die Übereinstimmungstypen exact und phrase match ab Mitte Mai verbessert werden. Durch die Erweiterung der Matchtypes sollen mehr Klicks und Impressionen bei Rechtschreibfehlern und Variationen des gebuchten Keywords erzeugt werden.
Wie in einem Post im Inside AdWords Blog beschrieben, sind mindestens 7% der Suchanfragen bei Google fehlerhaft im Sinne der Rechtschreibung. Um dies zu kompensieren werden die Matchtypes Genau passend und passende Wortgruppe etwas unschärfer.
Anzeigen, die bei diesen beiden AdWords Matchtypes nicht geschaltet wurden, werden nun bei „nahen Varianten“ Suchanfragen eingeblendet. Dies betrifft nicht nur Typos, sondern auch Singular- und Pluralformen, Akronyme, Wortstämme, Abkürzungen und Akzente.
Google verspricht Werbetreibenden durch das unschärfere Matching eine um 3% höhere CTR.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es einige Advertiser geben wird, die von der neuen Funktion wenig begeistert sind. Gerade Keywords, die bisher als passende Wortgruppe eingebucht waren, dürften einiges an Traffic fangen, der nicht zwingend im Sinne des Advertisers ist.
Google hat dies dankenswerter Weise auch erkannt und bietet auf Kampagnenebene die Möglichkeit eines Opt-Outs aus den erweiterten Übereinstimmungstypen.
Wie gut Googles Vorhersagen bzgl. der gesteigerten CTR sind bleibt abzuwarten. Ich finde es auf jeden Fall begrüßenswert, dass zumindest im Moment die Möglichkeit gibt, von den unscharfen Matching Types in den AdWords Abstand zu nehmen.


